Kategorie "Filmmakers"
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01
Jul
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Klaus Wildenhahn zum 80. - Der Dokumentarfilmer Klaus Wildenhahn und Kameramann Rudolf Körösi geben Einblicke in ihre Arbeitsweise
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Klaus Wildenhahn feierte am 19. Juni seinen 80. Geburtstag. Nachträglich gratulieren wir nochmals herzlich und erinnern aus diesem Anlass an einen der ganz besonderen Momente in unserer bisherigen Festival-Geschichte:

Am 7. September 2008 wurde im Rahmen des UNERHÖRT! Musikfilmfestivals im Hamburger Kino 3001 „498, Third Avenue“ von Klaus Wildenhahn gezeigt. Der Film handelt von der Probenarbeit der zeitgenössischen Tanztruppe von Merce Cunningham und war erstmals 1967 im deutschen Fernsehen zu sehen.

Nach der Vorführung kam es zu einem lebendigen Gespräch zwischen dem Filmemacher Klaus Wildenhahn und seinem Kameramann Rudolf Körösi einerseits und UNERHÖRT! Programmkoordinator Stefan Pethke sowie einem zahlreich erschienenen Publikum andererseits.

UH!: Kann man sich eine Sendung wie diese im heutigen Fernsehen vorstellen?

WILDENHAHN: Jetzt stimmt man das allgemein bekannte Lied an, dass der Sender sich verändert hat. Ich bin ja auch schon länger draußen. Ich habe das große Glück gehabt, am Anfang mit Rudi (Rudolf Körösi; A.d.R.) und Herbert Selk zusammenzuarbeiten, die konnten das umsetzen, was mir so grob vorschwebte.

Und ich habe das wiederum von den Amerikanern: Was die machten, hat mich getroffen wie eine Erleuchtung. Das ist ja auch bekannt. Aber all das tritt jetzt zurück. Wirklich wichtig war, dass es zu der Zeit Abteilungsleiter, Hauptabteilungsleiter und Redakteure gab, die so etwas unterstützt haben. Jemand wie der Produzent Hans Jörg Pauli hat so etwas willkommen geheißen, das war unerhört, der hat Sendungen gehabt am Abend, das kann man gar nicht mehr beschreiben. Tja.


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26
Mai
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ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) - Ein Film von Uli M. Schueppel
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The Last Picture Show 2008: Der Film BERLIN SONG von Uli M. Schueppel über die Neo-Folk-Szene Berlins bildet den Abschluss von vier turbulenten Festival-Tagen von UNERHÖRT! 2008. Die mit Ruhe und Besonnenheit sowie sehr schöner Schwarz-Weiß-Photographie vorgehende Dokumentation leitet über zur Preisverleihung. Davor noch ein Drei-Song-Konzert von einer der BERLIN SONG-Protagonisten, der Australierin Kat Frankie. In zehn Minuten versetzt die zierliche Sängerin mit nichts als ihrer Stimme und einer Klampfe sämtliche Anwesenden in eine märchenhafte Starre der Andächtigkeit; welch ein wunderbarer Kontrast zum hektischen Glamour, der im Allgemeinen für Veranstaltungen wie diese vorausgesetzt wird.

Überhaupt dieser Schueppel: Seit mehr als 20 Jahren macht der Absolvent der DFFB und Wahl-Berliner eigenwillige Filme. Die Spannbreite reicht von persönlichen Erinnerungen an den Vater und dessen Kriegsgefangenschaft in Sibirien bis zum Techno-Spielfilm mit Marusha und Ben Becker. Besonders bekannt geworden ist er jedoch durch seine Dokumentationen zu Musikthemen, die im Dunstkreis der Berliner Post-Punk-Avantgarde um die Einstürzenden Neubauten herum entstanden. Dieses Werk ist reichhaltig genug, um für die kommenden UNERHÖRT! Jahre einen Schueppel pro Festival zu zeigen (dies gilt übrigens ebenso für Klaus Wildenhahn, eines der Vorbilder von Schueppel).


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