20
Feb
0 Kom.
Unsere Berlinale-Bilanz, Teil 1.
In den Hauptprogrammen ist die Zahl der Musikfilme zurückgegangen (dafür gab es ein größeres Angebot auf dem European Film Market; dazu die Tage mehr). Die Panorama-Sektion zeigte den Konzertfilm SING ME THE SONGS THAT SAY I LOVE YOU - A CONCERT FOR KATE McGARRIGLE. Wer? McGarrigle ist die Mutter von Rufus und Martha Wainright. Vor allem Rufus hat sich ja einen Namen machen können als Bindeglied zwischen Hippie- und Neo-Folk-Generation. Rufus' und Marthas Vater Loudon Wainwright III gehört zu den Stars der New Yorker Folkszene ab Ende der 60er. Dass seine kanadische Frau hochverehrte Sängerin und Komponistin im selben Milieu war, erkennt man am line up dieses Tribute-Konzerts. Rufus und Marhta (u. ein paar andere im Hintergrund) organisierten es nach dem Krebstod ihrer Mutter und mit ihnen agieren unter anderem Emmylou Harris und Nora Jones auf der Bühne. Wim Wenders steht prominent im Abspann als Executive Producer. Regisseurin Lian Lundson gibt ihn als ihren großen Mentor an. Sie hat einen Film gemacht, der den Spagat schafft zwischen Sentimentalität und Leichtigkeit. Druck auf der Kehle presst so manche Stimme in den Kopf und so manche Träne auf die Netzhaut. Der Tod der Mutter, dieser schlimme Verlust, wird beantwortet mit einer Feier des Lebens und der Musik, der Musik von Kate McGarrigle, einer schönen, zwischen Blues, Country und anderen Verweisen auf Old Europe stilsicher sich bewegender Musik mit klugen, witzigen, persönlichen Lyrics. Die Filmaufnahmen bleiben auf den Gesang konzentriert, zwischen die Songs sind Statements und Archivbilder geschnitten. Natürlich gerät der Film dabei zu lang (fast zwei Stunden), aber so ist das eben, wenn Kinder ihren Eltern Gerechtigkeit widerfahren lassen wollen... Apropos: Loudon ist nicht mit von der Partie, er taucht nur hier und da und immer nur sehr kurz als Kinderfesthalter in körnigen Schwarzweiß-Bildern längst vergangener Tage auf.
16
Nov
4 Kom.
ABER DAS WORT HUND BELLT JA NICHT
Gewinner des ARTE-Preises in Duisburg


Bernd Schoch hat mit seinem Film
ABER DAS WORT HUND BELLT JA NICHT
über das Alexander von Schlippenbach-Trio
- s. UNERHÖRT!-Blogeintrag vom 7.11.2011 -
den ARTE-Dokumentarfilmpreis
der 35. Dokumentarfilmwoche in Duisburg gewonnen
(Begründung der Jury hier: http://www.duisburger-filmwoche.de/festival11/preistraeger.html).

Die Ehrung bringt dem Regisseur neben 6.000 EUR eine Ausstrahlung seines Films auf ARTE, dem Sender, der im deutschsprachigen Raum immer noch mit Abstand am meisten für den Musikfilm tut.

UNERHÖRT! gratuliert!
14
Nov
0 Kom.
INNÍ - der neue Konzertfilm von Sigur Rós - NORDWIND Festival auf Kampnagel
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NORDWIND ist das größte Festival für Tanz, Theater und Musik aus
Skandinavien und dem Baltikum und läuft vom 6. bis 16. Dezember 2011 auf
Kampnagel, Hamburg.

Im Rahmen des Festivals finden neben zahlreichen Konzerten, Tanz- und Theateraufführungen auch zwei rare Vorführungen des neuen und sehr besonderen Konzertfilms INNÍ von Sigur Rós statt.

Kampnagel sei dank, sind wir in der glücklichen Lage, 2 x 2 Festivalpässe für das gesamte NORDWIND Festival an UNERHÖRT! Fans verlosen zu können.


Um bei der Verlosung mitzumachen, schickt uns bitte bis spätestens

19. November 2011, 18 Uhr

eine Email mit Eurem vollständigen Namen und dem Betreff "NORDWIND" an (Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen)



Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

INNÍ ist ein Konzertfilm der Isländischen Band Sigur Rós, der das Live-Konzert mit den Mitteln des Kinos intensiviert. Der kanadische Regisseur Vincent Morisset, bekannt auch durch das Arcade Fire-Video zu »Neon Bible«, hat dafür ein Konzert der Isländer mit zahlreichen Handkameras auf der Bühne aufgezeichnet. Die intimen Kamerablicke wurden anschließend durch analoges Umkopieren abstrahiert - und intensiviert: INNÍ vermittelt das beinahe klaustrophobische Gefühl, mit der Band in einem Raum zu sein und lenkt den Blick in hypnotischen Bildern in die Musik selbst.

Nach dem 2007er Sigur Rós-Film »Heima«, der die Band im isländischen Natur-Panorama zeigte, verbindet sich in INNÍ die Rausch-Erfahrung des Kinos mit der eines Live-Konzerts zu einem ekstatischen Kinoereignis. Nach der Premiere im September 2011 bei der Biennale in Venedig veröffentlicht die Band INNÍ nun mit einem Live-Album und zeigt den Film mit Surround-Sound in wenigen ausgewählten Kinos und auf Festivals.




INNÍ
Sigur Rós, Island, Vincent Morisset, Kanada
75 min.
10.12.11, 21.30 Uhr und 12.12.11, 20 Uhr
Alabama Kino auf Kampnagel
07
Nov
2 Kom.
Spoiler-Alert:
Bernd Schochs
ABER DAS WORT HUND BELLT JA NICHT
hat Premiere in Duisburg
35. Duisburger Filmwoche
10.11.2011
22:30
filmforum Duisburg

Bernd Schoch, künstlerischer Mitarbeiter am Studienschwerpunkt Film der HfBK und Regisseur von SLIDE GUITAR RIDE über das One-man-Brachial-Blues-Faktotum Bob Log III (zu sehen gewesen bei UNERHÖRT! 2009), hat Premiere in Duisburg.

Die Prestige-trächtige Duisburger Filmwoche geht zwischen 7. und 13. November 2011 in ihr 35. Jahr und bringt für das Feld der Dokumentarfilmproduktion aus dem deutschsprachigen Raum mal wieder etablierte Namen (heuer: Farocki, Karmakar, Mikesch, Geyerhalter, Glawogger, Heise, Adolph, Specogna, Hübner/Voss, Imbach, Burger und Beckermann) mit jungen Filmemachern in einem diversen Programm zusammen - ein tolles Festival mit hoher Diskussionskultur (s. auch: www.protokult.de), und das für schlappe
25,- EUR Akkreditierungskosten!

Duisburg stellt traditionell hohe Ansprüche an die formalen Aspekte filmischer Arbeit. Ein Film, der hier gezeigt werden will, darf nicht lediglich Behälter für inhaltliche Recherche sein, zumindest das Bemühen um eine Auseinandersetzung mit seinen spezifischen Produktionsmitteln muss erkennbar sein, denn: Echte Durchdringung welchen Gegenstands auch immer erreicht nur, wer ein Bewusstsein von den Möglichkeiten der genutzten Darstellungstechnik entwickelt und dieses Bewusstsein dann auch im konkreten Werk Ausdruck finden lässt.
Für diese Haltung zum Dokumentarfilm liefert Bernd Schoch mit ABER DAS WORT HUND BELLT JA NICHT ein an Klarheit kaum zu überbietendes Anschauungsobjekt. Wer sich das Vergnügen der eigenen Entdeckung bewahren möchte, hört hier einfach auf zu lesen...



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03
Nov
0 Kom.
Schallplatten-Leidenschaft: Doku "Vinylmania: when life runs at 33 revolutions per minute" - Crowdfunding-Kampagne für DVD-Release
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Calling all vinyl fans to support the DVD release of documentary ‘Vinylmania’, celebrating the love of vinyl records!





Be part of the film, support our Kickstarter campaign to fund the international release of VINYLMANIA on a special edition double DVD!

The DVD will feature a cover sleeve designed by Winston Smith (the renowned American artist and record sleeve designer of Dead Kennedys and Green Day among others). There are some super rewards up for grabs including a very unique limited edition 7" and tickets to our International premiere at the Göteborg Film Festival 2012!

Deadline for reaching the funding goal of $33,000 will be 10th November 2011. All or nothing at all...For details please visit our page at


http://www.kickstarter.com/projects/edwinstepp/vinylmania-when-life-runs-at-33-revolutions-per-mi

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